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Land+Leute, Geschichte, Wirtschaft Politik
FORUM OSTWEST versteht sich nicht als ausschließliches Kulturprogramm.
Die Montagabende stehen "traditionell" für den Hintergrundfilm, vor dem Kunst stattfindet. Geschichte, Wirtschaft wie Politik prägen Land und Leute
.

Denkmustern, Klischees und Vorurteilen möchten diese Termine mit einem gehörigen Blick über den Tellerrand entgegentreten. Und dass vieles nicht so ist, wie es im ersten Moment scheint, möchten die Montage zeigen.

Agnieszka Karaś, lebt in Bonn, wo sie Vergleichende Literaturwissenschaften studierte. Im ostpolnischen Lublin geboren und in Warschau aufgewachsen spiegelt ihre Arbeit als Theaterregisseurin, Autorin und Übersetzerin immer wieder Schnittstellen zwischen deutscher und polnischer Kultur. Sie hat den tiefen Einblick in Geschichte und Mentalitäten beider Seiten dieser speziellen europäischen Medaille. Am 10. Juni standen die rasanten Veränderungen in Polen im Zentrum. Die Spuren eines sozialistischen Polen, eingebunden in „Ostblock“ sowjetischer Prägung verblassen, sie stehen für einen Prozess, den manche auch mit Wehmut sehen, der die Generationen zu spalten scheint. Ambitionierte Architektur in den Großstädten, elegante Shopping Malls und internationales Angebot sind der eine Aspekt, gesellschaftlich-kulturelle Veränderungen gerade in der jüngeren Generation der andere.

Ludmila Asipienka, unweit der Litauisch-Lettischen Grenze geboren und aufgewachsen, steht für die junge Generation exzellent ausgebildeter Intellektueller, die auf dem Hintergrund von Robert-Bosch- und anderen Stipendien in Deutschland respektive im Westen sind und von hier aus die Entwicklungen in ihrer belarussischen Heimat beobachten. In Europa im Exil zu sein, ist eine Erfahrung junger exzellent ausgebildeter Akademiker aus Belarus. Die Ereignisse in der Ukraine, die Proteste in Russland lenken die westliche Wahrnehmung immer wieder von der Situation in ihrer Heimat ab.



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